Windenergie weltweit Statistik 2026: Ausbau, Kapazitäten und die wichtigsten Länder im Überblick

Windenergie weltweit Statistik 2026 Ausbau, Kapazitäten und die wichtigsten Länder im Überblick

Die Windenergie gehört 2026 zu den wichtigsten Säulen der weltweiten Energiewende. Der globale Ausbau hat zuletzt einen neuen Rekord erreicht: Im Jahr 2025 wurden weltweit rund 165 Gigawatt (GW) neue Windenergieleistung installiert. Damit stieg die jährliche Neuinstallation gegenüber 2024 um rund 40 Prozent. Ende 2025 lag die weltweit installierte Windkraftleistung laut Global Wind Energy Council (GWEC) bei rund 1.299 GW.

Die aktuelle Statistik zeigt allerdings auch eine starke Konzentration des Wachstums. Vor allem China treibt den weltweiten Ausbau voran, während andere große Märkte deutlich langsamer wachsen.

Windenergie weltweit 2026: Die wichtigsten Zahlen

Für das Jahr 2026 liegen naturgemäß noch keine vollständigen Jahreswerte vor. Deshalb beziehen sich die wichtigsten weltweiten Bestands- und Ausbauzahlen auf das abgeschlossene Jahr 2025. Sie bilden den aktuellen Ausgangspunkt für die Entwicklung im Jahr 2026.

Kennzahl Wert
Weltweit installierte Windleistung Ende 2025 ca. 1.299 GW
Neuer Zubau 2025 ca. 165 GW
Wachstum des jährlichen Zubaus rund 40 %
Neu installierte Windturbinen 2025 28.395
Länder mit neuen Windinstallationen 57
Länder mit Windenergie insgesamt 138
Neue Windleistung in China 2025 ca. 120,5 GW
Neue Windleistung USA 2025 ca. 6,9 GW
Neue Windleistung Indien 2025 ca. 6,3 GW
Neue Windleistung Deutschland 2025 ca. 5,7 GW

Die Zahlen stammen überwiegend aus dem Global Wind Report 2026 des Global Wind Energy Council.

China dominiert den weltweiten Windenergie-Ausbau

China ist inzwischen mit großem Abstand der wichtigste Windenergiemarkt der Welt.

Allein 2025 wurden dort laut GWEC rund 120,5 GW neue Windkraftleistung installiert. Das entspricht ungefähr 73 Prozent des weltweiten Zubaus.

Zum Vergleich: Die USA kamen im selben Jahr auf rund 6,9 GW und Indien auf etwa 6,3 GW.

China hat damit einen erheblichen Einfluss auf die weltweite Statistik. Ein großer Teil des Rekordjahres 2025 ist auf den chinesischen Ausbau zurückzuführen.

Auch die Internationale Energieagentur (IEA) bestätigt die herausragende Rolle Chinas. Nach Angaben der IEA wurden dort 2025 rund 117 GW Windleistung neu in Betrieb genommen. Die Abweichung zur GWEC-Zahl hängt unter anderem mit unterschiedlichen Datensätzen und Abgrenzungen zusammen.

Tabelle: Die größten Windenergie-Märkte 2025

Bei der insgesamt installierten Windleistung lagen Ende 2025 vor allem folgende Länder vorn:

Rang Land Installierte Windleistung Ende 2025
1 China rund 692 GW
2 USA rund 161 GW
3 Deutschland rund 77 GW
4 Indien rund 55 GW
5 Brasilien rund 36 GW
6 Spanien rund 33 GW
7 Vereinigtes Königreich rund 33 GW
8 Frankreich rund 26 GW
9 Kanada rund 20 GW
10 Schweden rund 18 GW

Die weltweite Gesamtkapazität lag nach der Statistik der World Wind Energy Association Ende 2025 bei rund 1.347 GW; GWEC weist für seine Marktstatistik rund 1.299 GW aus. Die Differenz ist auf unterschiedliche statistische Methodiken und Abgrenzungen zurückzuführen.

Für Vergleiche sollte deshalb immer darauf geachtet werden, ob die Zahlen von GWEC, WWEA, IEA oder einer anderen Organisation stammen.

Windenergie Zubau 2025: Die wichtigsten Länder

Noch deutlicher wird die Konzentration des weltweiten Wachstums beim Blick auf den jährlichen Zubau.

Rang Land Neuer Windenergie-Zubau 2025
1 China 120,5 GW
2 USA 6,9 GW
3 Indien 6,3 GW
4 Deutschland 5,7 GW
5 Brasilien 2,3 GW
6 Türkei 2,1 GW
7 Schweden 1,8 GW
8 Spanien 1,6 GW
9 Saudi-Arabien 1,5 GW
10 Frankreich 1,4 GW

China, USA, Indien, Deutschland und Brasilien kamen zusammen auf rund 86 Prozent des weltweiten neuen Windenergie-Zubaus im Jahr 2025.

Deutschland bleibt Europas Windkraftland Nummer eins

Deutschland spielt innerhalb Europas weiterhin eine zentrale Rolle.

2025 wurden hier laut GWEC rund 5,735 GW neue Windleistung installiert. Damit lag Deutschland weltweit auf Platz vier beim jährlichen Zubau.

Auch 2026 setzt sich die Entwicklung fort. Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Europa insgesamt 8,8 GW neue Windenergieleistung installiert. Das waren fast 33 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. Deutschland war dabei einer der wichtigsten Wachstumstreiber.

Europa: Windenergie wächst wieder stärker

Europa verfügt inzwischen über mehr als 300 GW installierte Windenergieleistung. 2025 kamen nach Angaben des GWEC rund 19,1 GW hinzu.

Neben Deutschland waren unter anderem die Türkei, Schweden, Spanien, Frankreich, Großbritannien und Finnland wichtige Märkte.

Der Ausbau ist jedoch nicht in allen europäischen Ländern gleich schnell.

Windenergie-Zubau in ausgewählten europäischen Ländern 2025

Land Neuer Zubau 2025
Deutschland 5,735 GW
Türkei 2,142 GW
Schweden 1,767 GW
Spanien 1,563 GW
Frankreich 1,414 GW
Vereinigtes Königreich 1,250 GW
Finnland 1,023 GW
Polen 0,800 GW
Litauen 0,759 GW
Italien 0,579 GW

Offshore-Windenergie gewinnt weiter an Bedeutung

Neben Windkraftanlagen an Land wird die Offshore-Windenergie zunehmend wichtiger.

Offshore-Anlagen können insbesondere in Küstenregionen große Mengen Strom erzeugen. Der technische Aufwand und die Investitionskosten sind allerdings höher als bei vielen Onshore-Projekten.

Der weltweite Offshore-Markt nähert sich inzwischen einer installierten Leistung von 100 GW. Der Global Wind Report 2026 hebt die zunehmende Bedeutung der Offshore-Windenergie hervor.

Europa besitzt beim Offshore-Wind traditionell eine starke Position. Gleichzeitig baut China seine Offshore-Kapazitäten massiv aus.

Onshore bleibt das Fundament der weltweiten Windenergie

Trotz des Wachstums auf See bleibt die Windenergie an Land die dominierende Technologie.

Onshore-Windparks lassen sich in vielen Regionen vergleichsweise schnell errichten. Hinzu kommen niedrigere Kosten und eine größere Auswahl geeigneter Standorte.

China, die USA, Indien, Brasilien und zahlreiche europäische Länder verfügen über große Onshore-Windmärkte.

Für Länder mit großen Landflächen und guten Windbedingungen bleibt Onshore-Windenergie deshalb eine der wichtigsten Möglichkeiten, erneuerbare Stromerzeugung auszubauen.

Wie viel Strom erzeugt Windenergie weltweit?

Die installierte Leistung in GW ist nicht mit der tatsächlichen Stromproduktion in Terawattstunden (TWh) gleichzusetzen.

Ein Windpark produziert nicht permanent mit voller Nennleistung. Der tatsächliche Ertrag hängt unter anderem von Windgeschwindigkeit, Standort, Turbinengröße, Verfügbarkeit und Netzanbindung ab.

Nach Angaben der World Wind Energy Association erzeugte die weltweite Windkraft 2025 annähernd 3.000 TWh Strom und deckte damit mehr als 11 Prozent des weltweiten Strombedarfs.

Die IEA berichtet ebenfalls von einem starken Wachstum der weltweiten Windstromkapazitäten. 2025 stieg der jährliche Zubau von Windkraftanlagen auf rund 160 GW.

Windenergie und weltweiter Strombedarf

Der globale Strombedarf wächst. Gründe sind unter anderem:

  • zunehmende Elektrifizierung des Verkehrs
  • Wärmepumpen
  • industrielle Elektrifizierung
  • Rechenzentren und künstliche Intelligenz
  • steigender Wohlstand in Schwellenländern
  • Elektrifizierung von Produktionsprozessen

Dadurch steigt auch der Bedarf an zusätzlicher Stromerzeugung.

Die IEA meldet für 2025 insgesamt rund 800 GW neue erneuerbare Kraftwerkskapazität weltweit. Windkraft machte dabei etwa 20 Prozent des Zubaus aus. Solarenergie war mit mehr als drei Vierteln der neuen Kapazität deutlich größer.

Warum Windenergie 2026 weiter wächst

Mehrere Faktoren sprechen für einen weiteren Ausbau:

1. Sinkende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen

Windenergie benötigt während des Betriebs keinen Brennstoff. Das kann Länder unabhängiger von importiertem Öl, Gas und Kohle machen.

2. Steigender Strombedarf

Die zunehmende Elektrifizierung führt zu einer höheren Nachfrage nach Strom. Windenergie kann einen Teil dieser zusätzlichen Nachfrage decken.

3. Technischer Fortschritt

Moderne Windkraftanlagen verfügen über größere Rotoren und höhere Nabenhöhen. Dadurch können sie auch an Standorten mit niedrigeren durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten wirtschaftlich interessant werden.

4. Größere Offshore-Anlagen

Auf See werden immer größere Turbinen entwickelt. Dadurch kann die Leistung einzelner Anlagen erheblich steigen.

Das Problem der Netze

Der schnelle Ausbau erneuerbarer Energien bringt allerdings neue Herausforderungen mit sich.

Windenergie produziert nicht immer genau dann Strom, wenn der Verbrauch am höchsten ist. Deshalb benötigen Stromsysteme unter anderem:

  • leistungsfähige Stromnetze
  • Batteriespeicher
  • flexible Kraftwerke
  • Lastmanagement
  • Pumpspeicher
  • internationale Stromverbindungen
  • intelligente Energiemanagementsysteme

Ein aktuelles Beispiel liefert China. Dort wurden im ersten Halbjahr 2026 laut einer Analyse von Global Energy Monitor und dem Centre for Research on Energy and Clean Air große Mengen erneuerbaren Stroms aufgrund von Netzengpässen nicht genutzt.

Das zeigt: Ein schneller Ausbau von Wind- und Solarenergie benötigt gleichzeitig einen entsprechenden Ausbau der Netzinfrastruktur.

Windenergie weltweit Statistik 2026: Rekordausbau mit regionalen Unterschieden

Die globale Entwicklung ist beeindruckend, aber keineswegs gleichmäßig.

China ist mit Abstand der größte Markt. Europa baut seine Kapazitäten ebenfalls weiter aus, während in Nordamerika die Entwicklung schwankender verläuft.

In zahlreichen Schwellen- und Entwicklungsländern steckt die Windenergie dagegen noch in einer frühen Ausbauphase.

Das bedeutet, dass das langfristige Wachstumspotenzial erheblich ist. Gleichzeitig müssen Genehmigungen, Netze, Finanzierung und Lieferketten verbessert werden.

Wie viel Windenergie braucht die Welt?

Der Global Wind Energy Council sieht trotz des Rekordjahres 2025 weiteren erheblichen Ausbaubedarf. Der derzeitige Zubau reicht nach Einschätzung des Verbandes noch nicht aus, um die internationalen Klimaziele vollständig zu erfüllen.

Das Problem ist weniger die technische Möglichkeit, Windkraftanlagen zu bauen. Die entscheidenden Fragen sind vielmehr:

  • Wie schnell können Genehmigungen erteilt werden?
  • Wo können neue Stromleitungen gebaut werden?
  • Wie lassen sich Projekte finanzieren?
  • Wie können Lieferketten stabilisiert werden?
  • Wie werden Windparks in Strommärkte integriert?
  • Wie lassen sich lokale Interessen berücksichtigen?

Windenergie weltweit 2026: Die wichtigsten Trends

Für das Jahr 2026 zeichnen sich mehrere Trends ab.

China bleibt der dominante Markt. Der Abstand zu anderen Ländern ist außergewöhnlich groß.

Europa beschleunigt den Ausbau. Im ersten Halbjahr 2026 lag der europäische Zubau deutlich über dem Vorjahresniveau.

Offshore-Wind wächst weiter. Besonders in Europa und China entstehen große neue Projekte.

Netzausbau wird immer wichtiger. Neue Windparks können nur dann ihren vollen Nutzen entfalten, wenn die erzeugte Energie auch abtransportiert werden kann.

Der weltweite Strombedarf steigt. Elektrifizierung und Digitalisierung erhöhen die Nachfrage nach zusätzlicher Stromerzeugung.

Wind und Solar ergänzen sich. Beide Technologien gehören inzwischen zu den wichtigsten Quellen für den Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung. Die IEA bezeichnet 2025 erneut als Rekordjahr für erneuerbare Kapazitäten.

Windenergie Statistik weltweit 2026: Die wichtigsten Zahlen im Überblick

Wer die wichtigsten Daten kompakt zusammenfassen möchte, kann sich folgende Werte merken:

  • Rund 1.299 GW Windenergieleistung waren Ende 2025 laut GWEC weltweit installiert.
  • 2025 wurden rund 165 GW neue Windleistung installiert.
  • Der weltweite Zubau stieg damit gegenüber 2024 um rund 40 Prozent.
  • China installierte allein rund 120,5 GW neue Windleistung.
  • Die USA kamen auf etwa 6,9 GW.
  • Indien installierte rund 6,3 GW.
  • Deutschland kam auf rund 5,7 GW.
  • Weltweit wurden 2025 rund 28.395 neue Windturbinen installiert.
  • Die Windenergie erzeugte nach WWEA-Angaben annähernd 3.000 TWh Strom.
  • Windkraft deckte damit mehr als 11 Prozent des weltweiten Strombedarfs.

Fazit

Die Windenergie weltweit Statistik 2026 zeigt eine Branche mit starkem Wachstum. Das Jahr 2025 brachte mit rund 165 GW neu installierter Leistung einen historischen Rekord. Gleichzeitig konzentriert sich ein großer Teil dieses Wachstums auf China.

Europa bleibt ein wichtiger Windenergiemarkt und konnte seinen Ausbau 2026 weiter beschleunigen. Deutschland nimmt dabei innerhalb Europas eine führende Position ein.

Die nächste Phase der Windenergie wird allerdings nicht allein durch neue Turbinen bestimmt. Netzausbau, Speicher, Genehmigungen, Finanzierung und eine bessere Integration in die Strommärkte werden zunehmend entscheidend.

Windenergie ist damit 2026 längst keine Nischentechnologie mehr. Mit einer weltweiten installierten Leistung von mehr als einem Terawatt und einer Stromproduktion von mehreren tausend Terawattstunden ist sie zu einem zentralen Bestandteil des globalen Energiesystems geworden.

Quellen und weiterführende Informationen

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