
Nachhaltiges Investieren ist längst mehr als ein Trend. Immer mehr Menschen möchten ihr Geld so anlegen, dass es nicht nur Rendite bringt, sondern auch positive ökologische und soziale Wirkungen entfaltet. Doch wie gelingt der Einstieg – und worauf sollte man achten? Dieser Beitrag zeigt die wichtigsten Grundlagen und gibt praktische Tipps.
Hinweiß: Bei diesem Beitrag handelt es sich nicht um eine Anlageberatung. Berücksichtigen Sie, dass die Investition in Aktien auch mit Risiken verbunden ist! Alle Angaben im Artikel sind ohne Gewähr und können sich jederzeit ändern.
Was bedeutet nachhaltiges Investieren?
Nachhaltiges Investieren bedeutet, Kapital gezielt in Unternehmen, Staaten oder Projekte zu lenken, die verantwortungsvoll mit Umwelt, Gesellschaft und guter Unternehmensführung umgehen. Häufig wird dabei vom ESG-Ansatz gesprochen:
- E (Environmental): Umweltaspekte wie Klimaschutz, Ressourcenschonung oder erneuerbare Energien
- S (Social): Soziale Kriterien wie Arbeitsbedingungen, Menschenrechte oder Gleichstellung
- G (Governance): Gute Unternehmensführung, Transparenz und Korruptionsbekämpfung
Ziel ist es, Risiken zu reduzieren, langfristige Chancen zu nutzen und gleichzeitig einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.
Die wichtigsten Strategien für nachhaltige Geldanlagen
Es gibt unterschiedliche Wege, nachhaltig zu investieren. Die wichtigsten Ansätze sind:
1. Ausschlusskriterien
Bestimmte Branchen oder Praktiken werden konsequent gemieden, etwa:
- Waffenherstellung
- Kinderarbeit
- Kohle- oder Atomenergie
Diese Strategie ist leicht verständlich, greift aber oft zu kurz, da sie wenig über positives Engagement aussagt.
2. Best-in-Class-Ansatz
Hier werden die nachhaltigsten Unternehmen innerhalb einer Branche ausgewählt – auch wenn die Branche selbst nicht vollständig „grün“ ist. Das kann Anreize für Verbesserungen schaffen.
3. Themen- und Impact-Investing
Der Fokus liegt auf konkreten Zukunftsthemen wie:
- Erneuerbare Energien
- Wasseraufbereitung
- Bildung oder Gesundheitsversorgung
Beim Impact Investing wird zusätzlich gemessen, welche konkrete Wirkung die Investition erzielt.
4. Aktives Engagement
Investoren nutzen ihre Stimmrechte, um Unternehmen zu nachhaltigerem Handeln zu bewegen – etwa durch Aktionärsanträge oder Dialoge mit dem Management.
Welche Anlageformen eignen sich?
Nachhaltiges Investieren ist heute in fast allen Anlageklassen möglich:
- Aktien & ETFs: Nachhaltige Fonds und ETFs sind besonders beliebt und ermöglichen breite Streuung
- Anleihen (Green Bonds): Finanzierung ökologischer oder sozialer Projekte
- Mischfonds: Kombination aus Aktien und Anleihen mit ESG-Fokus
- Direktinvestments: Zum Beispiel Beteiligungen an Solar- oder Windparks
Gerade für Einsteiger sind nachhaltige ETFs oft ein guter Startpunkt, da sie transparent, kostengünstig und breit diversifiziert sind. Bei creditanstalt.co.at gibt es viele Infos und aktuelle News rund im Finanzen, vor allem in Österreich. Auch Österreichs Wirtschaft setzt in Zukunft vermehrt auf Nachhaltigkeit.
Worauf sollte man achten?
Greenwashing vermeiden
Nicht alles, was „grün“ klingt, ist auch nachhaltig. Achten Sie auf:
- Klare ESG-Kriterien
- Unabhängige Nachhaltigkeitsratings
- Transparente Berichte zur Anlagestrategie
Eigene Werte definieren
Nachhaltigkeit ist individuell. Fragen Sie sich:
- Welche Themen sind mir besonders wichtig?
- Wo ziehe ich klare Grenzen?
Rendite realistisch einschätzen
Nachhaltige Geldanlagen müssen keinen Renditenachteil haben – kurzfristige Schwankungen sind jedoch möglich. Wichtig ist ein langfristiger Anlagehorizont.
Quintessenz
Nachhaltig investieren bedeutet, Verantwortung und Rendite miteinander zu verbinden. Mit klaren Zielen, transparenten Produkten und einer langfristigen Perspektive kann nachhaltige Geldanlage nicht nur dem eigenen Vermögen, sondern auch Umwelt und Gesellschaft zugutekommen. Der wichtigste Schritt ist, überhaupt anzufangen – bewusst, informiert und passend zu den eigenen Werten. Auch spannend: Nachhaltige Stadtentwicklung: So funktioniert sie
Nachhaltige Geldanlagen – Beispiele für verantwortungsvolles Investieren
Nachhaltige Geldanlagen verbinden finanzielle Ziele mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Wer sein Geld sinnvoll investieren möchte, hat heute zahlreiche Möglichkeiten – von klassischen Fonds bis hin zu konkreten Projekten mit messbarer Wirkung. Im Folgenden finden Sie anschauliche Beispiele für nachhaltige Geldanlagen und deren Besonderheiten.
1. Nachhaltige Aktienfonds und ETFs
Eine der beliebtesten Formen nachhaltiger Geldanlagen sind ESG-Fonds und nachhaltige ETFs. Diese investieren in Unternehmen, die bestimmte Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien erfüllen.
Beispiele:
- ETFs auf nachhaltige Weltindizes (z. B. mit Fokus auf Klimaschutz oder soziale Standards)
- Aktiv gemanagte Fonds mit strengen Ausschlusskriterien (keine Waffen, keine fossilen Brennstoffe, keine Kinderarbeit)
Vorteil:
Breite Streuung, relativ geringe Kosten (bei ETFs) und einfacher Einstieg.
2. Green Bonds und Social Bonds
Green Bonds sind Anleihen, deren Erlöse ausschließlich für umweltfreundliche Projekte verwendet werden, etwa für erneuerbare Energien oder energieeffiziente Gebäude. Social Bonds finanzieren soziale Projekte, z. B. im Bereich Bildung oder bezahlbarer Wohnraum.
Beispiele:
- Staatsanleihen zur Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen
- Unternehmensanleihen für nachhaltige Infrastrukturprojekte
Vorteil:
Planbare Erträge und klare Zweckbindung der investierten Mittel.
3. Erneuerbare-Energien-Investments
Direktinvestitionen oder Fonds im Bereich erneuerbare Energien zählen zu den klassischsten nachhaltigen Geldanlagen.
Beispiele:
- Beteiligungen an Wind- oder Solarparks
- Fonds für Wasserkraft- oder Biomasseprojekte
Vorteil:
Konkreter Beitrag zur Energiewende und oft langfristig stabile Erträge.
4. Nachhaltige Immobilieninvestments
Auch im Immobilienbereich gibt es nachhaltige Anlagemöglichkeiten. Hier stehen Energieeffizienz, ressourcenschonendes Bauen und soziale Aspekte im Vordergrund.
Beispiele:
- Fonds für energieeffiziente Wohngebäude
- Investitionen in sozialverträglichen Wohnungsbau
- Immobilien mit nachhaltigen Baustandards (z. B. Niedrigenergiehäuser)
Vorteil:
Sachwertcharakter und langfristige Perspektive. Lesen Sie auch: Kreislaufwirtschaft – Was genau ist das?
5. Impact Investing
Beim Impact Investing geht es gezielt um messbare positive Wirkungen – neben der finanziellen Rendite.
Beispiele:
- Mikrofinanzfonds zur Unterstützung von Kleinunternehmern in Entwicklungs- und Schwellenländern
- Investitionen in Bildungs- oder Gesundheitsprojekte
- Fonds zur Förderung von sauberem Trinkwasser
Vorteil:
Hohe Transparenz über die gesellschaftliche Wirkung der Investition.
6. Nachhaltige Spar- und Bankprodukte
Auch klassische Bankprodukte können nachhaltig gestaltet sein.
Beispiele:
- Nachhaltige Sparkonten bei ethisch orientierten Banken
- Genossenschaftsanteile an nachhaltigen Finanzinstituten
Vorteil:
Geringes Risiko und einfache Integration in die persönliche Finanzplanung.
Quintessenz
Nachhaltige Geldanlagen bieten heute eine große Vielfalt – vom breit gestreuten ETF bis zum gezielten Impact-Projekt. Entscheidend ist, dass die Geldanlage zu den eigenen Werten, der persönlichen Risikobereitschaft und dem Anlagehorizont passt. Wer sich gut informiert und auf transparente Kriterien achtet, kann mit nachhaltigen Investments sowohl finanzielle als auch gesellschaftliche Ziele verfolgen.
Die besten nachhaltigen ETFs weltweit – ein Überblick
Nachhaltige ETFs (Exchange Traded Funds) ermöglichen es Anlegerinnen und Anlegern, weltweit breit gestreut zu investieren und dabei Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) zu berücksichtigen. Das Angebot ist in den letzten Jahren stark gewachsen – von globalen Basisinvestments bis hin zu spezialisierten Themen-ETFs. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der besten und beliebtesten nachhaltigen ETFs weltweit, geordnet nach Anlageschwerpunkt.
1. Globale nachhaltige ETFs (Core-Investments)
Diese ETFs eignen sich besonders als langfristige Basis für ein nachhaltiges Portfolio, da sie weltweit investieren und stark diversifiziert sind.
iShares MSCI World SRI UCITS ETF
- Fokus: Industrieländer weltweit
- Ansatz: Sehr strenge SRI-Kriterien (nur die nachhaltigsten Unternehmen)
- Besonderheit: Hoher Nachhaltigkeitsstandard, dafür geringere Anzahl an Unternehmen
Vanguard ESG Global All Cap UCITS ETF
- Fokus: Weltweit, inklusive Small Caps
- Ansatz: ESG-Screening mit breiter Marktabdeckung
- Besonderheit: Sehr hohe Diversifikation bei moderaten Kosten
Amundi MSCI World SRI Climate Net Zero ETF
- Fokus: Industrieländer weltweit
- Ansatz: Kombination aus SRI-Filter und Klimazielen (Paris-aligned)
- Besonderheit: Klare Ausrichtung auf Klimaneutralität
2. Nachhaltige ETFs für Schwellenländer
Wer auch Emerging Markets nachhaltig abdecken möchte, kann auf diese ETFs zurückgreifen:
iShares MSCI EM SRI UCITS ETF
- Fokus: Schwellenländer
- Ansatz: Ausschluss kontroverser Branchen und ESG-Best-in-Class
- Besonderheit: Nachhaltige Alternative zu klassischen EM-ETFs
Xtrackers MSCI Emerging Markets ESG UCITS ETF
- Fokus: Schwellenländer
- Ansatz: ESG-Integration mit breiterem Marktzugang
- Besonderheit: Etwas höhere Diversifikation als SRI-Varianten
3. Themen-ETFs mit Nachhaltigkeitsfokus
Diese ETFs eignen sich eher als Beimischung, da sie stärker schwanken können.
iShares Global Clean Energy ETF
- Thema: Erneuerbare Energien
- Investiert in: Solar-, Wind- und Wasserstoffunternehmen
- Risiko: Höhere Volatilität, starke Abhängigkeit von politischen Rahmenbedingungen
Invesco Solar ETF
- Thema: Solarenergie
- Besonderheit: Reiner Fokus auf Solartechnologie
- Geeignet für: Anleger mit langfristiger Überzeugung für Solarenergie
Invesco Water Resources ETF
- Thema: Wasseraufbereitung und -versorgung
- Besonderheit: Defensiveres Nachhaltigkeitsthema mit stabiler Nachfrage
4. Worauf Anleger achten sollten
- ESG ist nicht gleich ESG: Die Kriterien unterscheiden sich stark zwischen ESG, SRI, Climate oder Impact
- Diversifikation prüfen: Sehr strenge Filter bedeuten oft weniger enthaltene Unternehmen
- Kosten vergleichen: Auch bei nachhaltigen ETFs gibt es sehr günstige Produkte
- Greenwashing vermeiden: Fondsunterlagen und Indexmethodik genau prüfen
Quintessenz
Die „besten“ nachhaltigen ETFs weltweit hängen stark von den eigenen Zielen ab. Für viele Anleger sind globale ESG- oder SRI-ETFs eine solide Basis, die Renditechancen und Verantwortung verbinden. Themen-ETFs wie Clean Energy oder Wasser eignen sich eher als Ergänzung. Wer langfristig denkt, auf Transparenz achtet und breit streut, kann mit nachhaltigen ETFs sowohl finanziell als auch ethisch gut aufgestellt sein.
Nachhaltige Aktien – Top 10 Beispiele für verantwortungsvolle Unternehmen
Nachhaltige Aktien stehen für Unternehmen, die wirtschaftlichen Erfolg mit Umweltbewusstsein, sozialer Verantwortung und guter Unternehmensführung verbinden. Eine „Top 10“ nachhaltiger Aktien kann je nach Bewertungsmethode, ESG-Rating und persönlicher Werte unterschiedlich ausfallen. Die folgende Liste zeigt international bekannte, häufig als nachhaltig bewertete Unternehmen, die oft in nachhaltigen Fonds und ETFs vertreten sind. Sie dient als Orientierung, nicht als Anlageempfehlung.
Top 10 nachhaltige Aktien (Beispiele)
1. Ørsted (Dänemark)
- Branche: Erneuerbare Energien
- Warum nachhaltig?
Weltweit führend bei Offshore-Windenergie, klarer Fokus auf Klimaneutralität.
2. Vestas Wind Systems (Dänemark)
- Branche: Windenergie
- Warum nachhaltig?
Einer der größten Hersteller von Windkraftanlagen, zentrale Rolle in der Energiewende.
3. Siemens Gamesa Renewable Energy (Spanien)
- Branche: Windenergie
- Warum nachhaltig?
Technologieführer bei Windkraftlösungen an Land und auf See.
4. NVIDIA (USA)
- Branche: Halbleiter / Technologie
- Warum nachhaltig?
Hohe ESG-Ratings, energieeffiziente Rechenleistung, Schlüsseltechnologie für KI und Forschung.
5. Microsoft (USA)
- Branche: Software & Cloud
- Warum nachhaltig?
Ambitionierte Klimaziele (CO₂-negativ), hohe Standards bei Governance und Transparenz.
6. Novo Nordisk (Dänemark)
- Branche: Gesundheitswesen
- Warum nachhaltig?
Führend in der Diabetes- und Adipositas-Behandlung, starkes Nachhaltigkeitsmanagement.
7. ASML (Niederlande)
- Branche: Halbleiterindustrie
- Warum nachhaltig?
Schlüsselunternehmen für moderne Chips, hohe Investitionen in Energieeffizienz und Innovation.
8. Unilever (Großbritannien/Niederlande)
- Branche: Konsumgüter
- Warum nachhaltig?
Nachhaltige Lieferketten, Fokus auf Recycling, faire Arbeitsbedingungen.
9. Schneider Electric (Frankreich)
- Branche: Energie- und Automatisierungstechnik
- Warum nachhaltig?
Lösungen für Energieeffizienz, Smart Grids und nachhaltige Industrie.
10. Neste (Finnland)
- Branche: Erneuerbare Kraftstoffe
- Warum nachhaltig?
Marktführer bei erneuerbarem Diesel und nachhaltigem Flugkraftstoff.
Warum diese Aktien oft als nachhaltig gelten
Diese Unternehmen zeichnen sich häufig aus durch:
- klare Klimastrategien und CO₂-Reduktionsziele
- Produkte oder Dienstleistungen mit positivem gesellschaftlichem Nutzen
- gute ESG-Ratings von unabhängigen Agenturen
- transparente Unternehmensführung
Wichtiger Hinweis für Anleger
- Nachhaltigkeit ist kein einheitlicher Standard – ESG-Bewertungen können variieren
- Auch nachhaltige Aktien unterliegen Marktschwankungen
- Einzelaktien bergen höhere Risiken als breit gestreute Fonds
Für viele Anleger ist eine Kombination aus nachhaltigen ETFs und ausgewählten Einzelaktien sinnvoll.
Quintessenz
Eine Top 10 nachhaltiger Aktien zeigt, dass verantwortungsvolles Wirtschaften und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sind. Unternehmen aus den Bereichen erneuerbare Energien, Technologie und Gesundheitswesen spielen dabei eine zentrale Rolle. Wer nachhaltig investieren möchte, sollte neben ökologischen und sozialen Aspekten auch Diversifikation, Risiko und den eigenen Anlagehorizont berücksichtigen.
Ethisch investieren – Geld anlegen mit gutem Gewissen
Ethisch investieren bedeutet, finanzielle Entscheidungen nicht allein nach Rendite zu treffen, sondern auch nach moralischen, sozialen und ökologischen Maßstäben. Immer mehr Anlegerinnen und Anleger möchten wissen, was mit ihrem Geld geschieht – und welchen Einfluss es auf Umwelt, Gesellschaft und zukünftige Generationen hat. Dieser Beitrag erklärt, was ethisches Investieren ausmacht, welche Möglichkeiten es gibt und worauf zu achten ist.
Was bedeutet ethisch investieren?
Ethisches Investieren ist eine Form der Geldanlage, bei der bestimmte Werte und Überzeugungen bewusst berücksichtigt werden. Ziel ist es, Unternehmen, Staaten oder Projekte zu unterstützen, die verantwortungsvoll handeln – und gleichzeitig problematische Geschäftsmodelle zu vermeiden.
Typische ethische Kriterien sind:
- Achtung der Menschenrechte
- Faire Arbeitsbedingungen
- Umwelt- und Klimaschutz
- Ablehnung von Korruption, Diskriminierung und Waffenproduktion
Oft überschneidet sich ethisches Investieren mit nachhaltigem oder ESG-orientiertem Investieren, geht jedoch in der Werteorientierung teilweise noch weiter.
Zentrale Ansätze des ethischen Investierens
1. Ausschlusskriterien
Bestimmte Branchen oder Praktiken werden konsequent ausgeschlossen, zum Beispiel:
- Waffen und Rüstung
- Kinder- und Zwangsarbeit
- Tabak, Glücksspiel oder Pornografie
- Fossile Energien oder Atomkraft
Dieser Ansatz ist besonders für Anleger geeignet, die klare moralische Grenzen setzen möchten.
2. Positiv- und Best-in-Class-Ansatz
Hier werden gezielt Unternehmen ausgewählt, die innerhalb ihrer Branche besonders verantwortungsvoll handeln – etwa durch faire Lieferketten oder innovative Umwelttechnologien.
3. Impact Investing
Beim Impact Investing steht neben der Rendite eine messbare positive Wirkung im Mittelpunkt, zum Beispiel:
- Zugang zu Bildung oder Gesundheitsversorgung
- Armutsbekämpfung durch Mikrofinanz
- Ausbau erneuerbarer Energien
Welche Anlageformen eignen sich?
Ethisches Investieren ist heute in vielen Anlageformen möglich:
- Ethische Fonds und ETFs mit strengen Ausschlusskriterien
- Green, Social und Sustainability Bonds
- Mikrofinanzfonds
- Direktinvestitionen in soziale oder ökologische Projekte
- Ethische Banken und Sparkonten, die Kredite nur an ausgewählte Projekte vergeben
Für Einsteiger sind ethische Fonds oder ETFs oft der einfachste Weg, da sie eine breite Streuung ermöglichen.
Worauf Anleger achten sollten
Eigene Werte klar definieren
Ethische Maßstäbe sind individuell. Wichtig ist, sich zu fragen:
- Welche Branchen lehne ich grundsätzlich ab?
- Welche Themen möchte ich aktiv fördern?
Transparenz und Glaubwürdigkeit prüfen
- Klare Anlagerichtlinien
- Offenlegung der enthaltenen Unternehmen
- Unabhängige Siegel oder ESG-Ratings
Greenwashing vermeiden
Nicht jedes Produkt mit dem Label „ethisch“ oder „nachhaltig“ erfüllt hohe Standards. Ein Blick in die Fondsunterlagen lohnt sich immer.
Rendite und Ethik – ein Widerspruch?
Lange galt ethisches Investieren als renditeschwach. Studien und Praxiserfahrungen zeigen jedoch, dass verantwortungsvoll wirtschaftende Unternehmen langfristig oft stabiler sind und geringere Risiken aufweisen. Kurzfristige Schwankungen bleiben dennoch Teil jeder Kapitalanlage.
Quintessenz
Ethisch investieren ermöglicht es, finanzielle Ziele mit persönlichen Werten in Einklang zu bringen. Wer bewusst auswählt, transparent prüft und langfristig denkt, kann mit seinem Geld einen positiven Einfluss ausüben – ohne zwangsläufig auf Rendite verzichten zu müssen. Der wichtigste Schritt ist, Verantwortung für die eigenen Investitionsentscheidungen zu übernehmen.