Die wichtigsten Industrien in Österreich – ein Überblick

Industrien in Österreich Die wichtigsten Industrien in Österreich – ein Überblick

Österreich ist eine exportorientierte Volkswirtschaft mit einer vielfältigen Industrie. Bestimmte Branchen prägen die Wirtschaft besonders stark, schaffen Arbeitsplätze und tragen maßgeblich zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. In diesem Beitrag stellen wir die wichtigsten Industrien des Landes vor und erklären, warum sie so bedeutend sind.

Inhaltsverzeichnis


1. Maschinenbau und Metallindustrie

Bedeutung:
Die Maschinen- und Metallindustrie ist einer der größten Wirtschaftszweige Österreichs. Sie liefert Maschinen, Anlagen und Metallprodukte für den Inlandsmarkt und den Export.

Beispiele:

  • Werkzeugmaschinen
  • Fahrzeugteile und Motoren
  • Industrieanlagen

Besonderheit:
Hohe Exportquote, starke Verflechtung mit der Automobilindustrie in Deutschland und Osteuropa.


2. Automobil- und Zulieferindustrie

Bedeutung:
Österreich ist ein wichtiger Standort für Autozulieferer und produziert Teile für internationale Automobilhersteller.

Beispiele:

  • Motoren- und Fahrzeugteile
  • Elektronik und Sensorik für Fahrzeuge

Besonderheit:
Viele internationale Firmen haben Produktionsstandorte in Österreich, besonders in Oberösterreich, Steiermark und Niederösterreich.


3. Chemie- und Pharmabranche

Bedeutung:
Chemie- und Pharmaindustrie sind wichtige Innovationsmotoren. Sie decken Bereiche von Grundchemikalien bis zu hochentwickelten Medikamenten ab.

Beispiele:

  • Pharmazeutische Wirkstoffe
  • Kunststoffe und Spezialchemikalien
  • Kosmetikprodukte

Besonderheit:
Fokus auf Forschung, Entwicklung und exportstarke Produkte.


4. Elektronik- und Elektrotechnikindustrie

Bedeutung:
Die Elektrotechnik ist essenziell für Maschinenbau, Automatisierung und Energieversorgung.

Beispiele:

  • Automatisierungstechnik
  • Halbleiter und elektronische Bauteile
  • Energie- und Gebäudetechnik

Besonderheit:
Starke Vernetzung mit Maschinenbau und High-Tech-Sektoren.


5. Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie

Bedeutung:
Die Lebensmittelindustrie ist traditionell stark in Österreich. Sie deckt die Versorgung des Binnenmarktes und den Export ab.

Beispiele:

  • Milch- und Fleischprodukte
  • Backwaren und Süßwaren
  • Getränke wie Bier, Mineralwasser und Spirituosen

Besonderheit:
Viele familiengeführte Betriebe mit international bekannten Marken.


6. Holz- und Papierindustrie

Bedeutung:
Österreichs Wälder liefern Holz für Bau, Möbel und Papierprodukte. Die Branche ist daher nachhaltig und ressourcenorientiert.

Beispiele:

  • Holzwerkstoffe
  • Papier und Karton
  • Möbelproduktion

Besonderheit:
Starke regionale Bedeutung, besonders in Oberösterreich, Steiermark und Kärnten.


7. Tourismus und Freizeitwirtschaft (Industrienähe)

Obwohl Tourismus streng genommen nicht als klassische Industrie zählt, ist er in Österreich wirtschaftlich extrem relevant. Hotels, Gastronomie und Freizeitangebote schaffen indirekt Nachfrage für andere Industriezweige wie Lebensmittel, Bau, Transport und Handwerk. Auf dieser Website mit Fokus auf die steirische Wirtschaft finden Sie weitere Informationen zur Tourismus und Freizeitwirtschaft in Österreich.


Rückblick

Österreichs Wirtschaft ist vielfältig und stark exportorientiert. Maschinenbau, Automobilzulieferer, Chemie, Elektrotechnik, Lebensmittel und Holzprodukte zählen zu den Kernindustrien. Diese Branchen schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern sind auch Innovations- und Wachstumstreiber. Durch ihre internationale Vernetzung bleibt Österreich ein wettbewerbsfähiger Industriestandort in Europa.


Industrie Österreich – Statistik und Zahlen (Stand aktuell)

Die Industrie spielt weiterhin eine zentrale Rolle in der österreichischen Wirtschaft – trotz konjunktureller Herausforderungen in den letzten Jahren. Sie ist wichtig für Produktion, Beschäftigung und Export. Im Folgenden findest du die wichtigsten statistischen Eckdaten zur Industrie in Österreich.


Anteil der Industrie an der Gesamtwirtschaft

Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP)

  • Der gesamte industrielle Sektor (inkl. Bau, Energie etc.) macht etwa 25,7 % der Bruttowertschöpfung in Österreich aus. Der Dienstleistungssektor liegt bei rund 73 % und ist damit der dominierende Bereich der Wirtschaft.
  • Der Verarbeitende Sektor (Manufacturing) trägt allein rund 15 % zur Wertschöpfung des BIP bei – ein Anteil, der in den letzten Jahrzehnten gesunken ist, aber im europäischen Vergleich weiterhin bedeutsam bleibt.

Beschäftigung in der Industrie

  • Etwa 25–26 % aller Erwerbstätigen in Österreich arbeiten im industriellen Bereich – also rund ein Viertel der Beschäftigten.
  • Insgesamt sind über 450.000 Menschen direkt in Industrieunternehmen beschäftigt.

Unternehmen und Struktur

  • Österreichs Industrie ist stark von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) geprägt: rund 87 % der Industrieunternehmen gehören zu den KMU.
  • Industrieunternehmen investieren stark in Forschung und Entwicklung – mehr als 6 Mrd. € jährlich, um Innovationsfähigkeit zu sichern.

Produktion und Export

  • Der Produktionswert der Industrie macht einen großen Teil des wirtschaftlichen Outputs aus – rund 4 von 10 Euro in der gewerblichen Wirtschaft stammen aus der Industrie.
  • Österreich ist eine stark exportorientierte Volkswirtschaft: über 50 % des BIP hängen direkt mit Exportaktivitäten zusammen.
  • Maschinen, Fahrzeuge, chemische Produkte und andere Industriegüter bilden die Exportkerne der österreichischen Industrie.

Aktuelle Entwicklung

  • Die österreichische Wirtschaft und die Industrieproduktion standen in den Jahren 2023 und 2024 unter Druck, teils im Zuge einer Rezession. Laut WIFO-Bericht ging die Industrieproduktion zurück, und die konjunkturelle Erholung fällt moderat aus.
  • Anfang 2025 zeigten erste Indikatoren wieder leichte positive Entwicklungen in der Wirtschaftsleistung, auch wenn das Niveau noch unter Vorjahreszahlen bleibt.

Bedeutung für Innovation und internationale Wettbewerbsfähigkeit

  • Industrieunternehmen mit hoher Exportorientierung sind oft innovationsstark: Unternehmen, die viel in Forschung und Entwicklung investieren, wachsen meist schneller und sind international wettbewerbsfähiger.

Rückblick

Die Industrie in Österreich bleibt ein gewichtiger Wirtschaftssektor:

  • Sie trägt rund ein Viertel zur Gesamtwirtschaft bei.
  • Sie ist ein bedeutender Arbeitgeber.
  • Sie ist stark exportorientiert und international vernetzt.
  • Trotz struktureller Herausforderungen sorgt sie für Produktion, Innovation und Wertschöpfung.

Auch wenn Dienstleistungssparten insgesamt größer sind, bleibt die Industrie ein zentraler Stabilisator der österreichischen Wirtschaftsstruktur – besonders in internationalen Lieferketten und regionalen Wachstumszentren. Auch spannend: Nachhaltige Beschaffungslogistik: Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit in der Produktion

Österreich – BIP pro Kopf: Was sagt diese Kennzahl aus?

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf ist eine zentrale Kennzahl, um den wirtschaftlichen Wohlstand eines Landes zu beurteilen. Es zeigt, wie viel wirtschaftliche Leistung – gemessen am BIP – im Durchschnitt auf jede Person entfällt. Je höher dieser Wert, desto höher ist in der Regel der Lebensstandard und die Produktivität einer Volkswirtschaft.


Aktuelle Daten: So hoch ist das BIP pro Kopf in Österreich

Nominales BIP pro Kopf (2024): rund 56.800 US-Dollar pro Person. Das ist ein vergleichsweise hoher Wert im globalen Maßstab und zeigt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Österreichs.

Prognose für 2025: Nach aktuellen Projektionen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das BIP pro Kopf in Österreich auf etwa 61.700 US-Dollar steigen – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr.


Vergleich im internationalen Kontext

  • Österreich gehört zu den wohlhabenderen Volkswirtschaften der Welt. Laut IMF‑Prognosen liegt es im Vergleich mit über 190 Ländern häufig unter den Top‑20‑Plätzen beim BIP pro Kopf.
  • Auch innerhalb Europas zählt Österreich zu den Ländern mit einem überdurchschnittlichen BIP pro Kopf, oft vergleichbar mit Deutschland oder Belgien.

Unterschiedliche Messmethoden: Nominal vs. Kaufkraftparität

Beim BIP pro Kopf wird oft zwischen zwei Messgrößen unterschieden:

Nominales BIP pro Kopf

Dies ist der Wert in aktuellen US‑Dollarpreisen ohne Berücksichtigung der Lebenshaltungskosten. Er dient vor allem für internationale Vergleiche von Wirtschaftsleistung in Geldwerten.

BIP pro Kopf nach Kaufkraftparität (KKP)

Diese Größe berücksichtigt die unterschiedlichen Preise und Lebenshaltungskosten zwischen Ländern. Laut jüngeren Daten liegt das BIP pro Kopf Österreichs nach Kaufkraftstandards bei über 63.000 US‑Dollar.

Beide Werte zeigen: Österreich zählt zu den wohlhabenden Ländern Europas, auch wenn je nach Messmethode die Rangfolge und Höhe leicht variieren.


Entwicklung über die Zeit

Historisch betrachtet hat Österreich sein BIP pro Kopf im Laufe der Jahrzehnte stark gesteigert. Nach Datenreihen hat es deutlich zugenommen gegenüber früheren Jahrzehnten – ein Zeichen für langfristiges Wirtschaftswachstum und steigende Produktivität.


Was bedeutet diese Kennzahl für den Alltag?

Ein vergleichsweise hohes BIP pro Kopf bedeutet meist:

  • Starkes Wirtschaftsniveau und hohe Arbeitsproduktivität
  • Guter Lebensstandard
  • Leistungsfähige Infrastruktur und soziale Systeme

Allerdings:

  • Das BIP pro Kopf sagt nichts über Verteilungsgerechtigkeit oder Einkommensunterschiede aus.
  • Es kann auch durch wenige sehr reiche Personen oder starke Branchen nach oben verzerrt werden.

Rückblick

Das BIP pro Kopf ist für Österreich ein Indikator für wirtschaftliche Stärke und hohen Lebensstandard. Mit einem nominalen Wert von rund 56.800 US‑Dollar (2024) und Prognosen bis über 60.000 US‑Dollar zeigt Österreich im internationalen Vergleich solide Leistung. Unterschiede zwischen nominalem und kaufkraftbereinigtem BIP verdeutlichen dabei, wie Preisniveaus und Lebenshaltungskosten die wirtschaftliche Lage einzelner Länder unterschiedlich beeinflussen.

Österreich – Wirtschaftszweige im Überblick

Österreich verfügt über eine vielfältige Wirtschaft, die stark exportorientiert und international vernetzt ist. Die Struktur der Wirtschaft lässt sich in verschiedene Sektoren und Wirtschaftszweige gliedern, die unterschiedliche Rollen für Beschäftigung, Wertschöpfung und Innovation spielen. In diesem Beitrag geben wir einen Überblick über die wichtigsten Wirtschaftszweige Österreichs.


1. Dienstleistungssektor – das Rückgrat der Wirtschaft

Der Dienstleistungssektor ist der größte Wirtschaftszweig in Österreich und umfasst etwa 70–73 % der Bruttowertschöpfung.

Wichtige Bereiche:

  • Tourismus und Freizeitwirtschaft: Hotels, Gastronomie, Freizeitangebote; besonders relevant in Tirol, Salzburg und Wien.
  • Handel und Transport: Einzelhandel, Großhandel, Logistik und Verkehr.
  • Finanz- und Versicherungswesen: Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistungen.
  • Information und Kommunikation: IT-Dienstleistungen, Telekommunikation, digitale Start-ups.

Besonderheit:
Der Dienstleistungssektor ist stark arbeitnehmerorientiert und ein großer Arbeitgeber, vor allem in Städten und touristischen Regionen. Lesen Sie auch: Wie gebrauchte Maschinen und Anlagen einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Produktion leisten können


2. Industrie und verarbeitendes Gewerbe

Die Industrie trägt etwa 25 % zur Wertschöpfung bei und ist besonders exportorientiert.

Schlüsselsektoren:

  • Maschinenbau und Metallindustrie: Werkzeugmaschinen, Industrieanlagen, Fahrzeugteile.
  • Automobil- und Zulieferindustrie: Komponenten für internationale Automobilhersteller.
  • Chemie- und Pharmabranche: Pharmazeutische Produkte, Spezialchemikalien.
  • Elektronik und Elektrotechnik: Automatisierungstechnik, Halbleiter, Energieanlagen.

Besonderheit:
Österreichische Industrieunternehmen investieren stark in Forschung und Entwicklung und sind international wettbewerbsfähig, insbesondere im Maschinen- und Fahrzeugbereich.


3. Bauwirtschaft

Die Bauwirtschaft ist ein eigenständiger Wirtschaftszweig mit regionaler Bedeutung.
Fokus: Wohnungsbau, Infrastruktur, Gewerbebau.
Besonderheit: Schwankungen der Baukonjunktur wirken stark auf Beschäftigung und lokale Wirtschaftskraft.


4. Landwirtschaft und Forstwirtschaft

Obwohl ihr Anteil am BIP nur rund 1–2 % beträgt, spielt die Landwirtschaft eine wichtige Rolle:

  • Produktion von Milch, Fleisch, Getreide, Obst und Gemüse.
  • Holz- und Forstwirtschaft, insbesondere in Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark.

Besonderheit:
Die Landwirtschaft sichert nicht nur Lebensmittelversorgung, sondern prägt auch die Landschaft und den Tourismus.


5. Energie und Rohstoffe

Österreich setzt zunehmend auf erneuerbare Energien:

  • Wasserkraft dominiert bei der Stromproduktion.
  • Wind- und Solarenergie gewinnen an Bedeutung.
  • Mineralische Rohstoffe und Bergbau sind regional begrenzt, tragen aber zur Industrie bei.

6. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

  • Über 99 % aller Unternehmen in Österreich sind KMU.
  • Sie prägen fast alle Wirtschaftszweige, besonders Handel, Handwerk, Tourismus und Industrie.
  • KMU sind entscheidend für Innovation, Beschäftigung und regionale Wirtschaftskraft.

Zusammenfassung

Wirtschaftszweig Anteil am BIP Besonderheit
Dienstleistungen 70–73 % Größter Arbeitgeber, international orientiert
Industrie & verarbeitendes Gewerbe 25 % Exportstark, innovationsgetrieben
Bauwirtschaft 5 – 6 % Regional wichtig, konjunkturabhängig
Landwirtschaft & Forstwirtschaft 1–2 % Versorgung, Landschaftspflege, Rohstoffe
Energie & Rohstoffe <1 % Fokus auf erneuerbare Energien

Rückblick

Österreichs Wirtschaft ist vielfältig und stabil, mit einem starken Dienstleistungssektor, einer exportorientierten Industrie und innovativen KMU. Landwirtschaft, Bauwirtschaft und erneuerbare Energien tragen ebenfalls entscheidend zur Wertschöpfung, Beschäftigung und regionalen Entwicklung bei. Diese ausgewogene Struktur macht das Land widerstandsfähig gegenüber globalen Krisen und sichert langfristiges Wirtschaftswachstum.

Erwerbsstruktur in Österreich – wer arbeitet in welchem Sektor?

Die Erwerbsstruktur zeigt, wie die Erwerbstätigen einer Volkswirtschaft auf die verschiedenen Wirtschaftssektoren verteilt sind. In Österreich ist diese Struktur das Ergebnis einer hoch entwickelten, diversifizierten Wirtschaft, die von Industrie, Dienstleistungen und Landwirtschaft geprägt ist. Sie gibt Aufschluss darüber, wo die Menschen arbeiten, welche Branchen besonders stark sind und wie die Wirtschaft sich über die Jahre verändert hat.


1. Überblick über die Sektoren

Die Erwerbstätigkeit in Österreich lässt sich in drei große Sektoren unterteilen:

Sektor Anteil an den Erwerbstätigen Beschreibung
Dienstleistungen (tertiärer Sektor) ca. 70–73 % Banken, Handel, IT, Tourismus, Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung
Industrie & verarbeitendes Gewerbe (sekundärer Sektor) ca. 25 % Maschinenbau, Automobilzulieferer, Chemie, Elektrotechnik, Bauwirtschaft
Landwirtschaft & Forstwirtschaft (primärer Sektor) ca. 2–3 % Landwirtschaft, Tierhaltung, Holz- und Forstwirtschaft

Quelle: Statistik Austria, WKO Österreich


2. Dienstleistungssektor – der größte Arbeitgeber

Der Dienstleistungsbereich beschäftigt den größten Teil der Erwerbstätigen:

  • Handel und Transport: Einzel- und Großhandel, Logistik, Verkehr
  • Tourismus & Gastronomie: Hotels, Restaurants, Freizeitwirtschaft, besonders in Tirol, Salzburg und Wien
  • Gesundheit & soziale Dienste: Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen
  • Banken und Versicherungen
  • IT, Forschung & Beratung

Besonderheit:
Der Dienstleistungssektor wächst seit Jahrzehnten, während die Beschäftigung in Industrie und Landwirtschaft relativ stabil oder rückläufig ist.


3. Industrie – stabil, exportorientiert

Rund ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet in der Industrie:

  • Maschinen- und Metallbau
  • Automobil- und Zulieferindustrie
  • Chemie- und Pharmaindustrie
  • Elektronik und Elektrotechnik
  • Bauwirtschaft

Besonderheit:
Obwohl der Anteil der Industrie an den Erwerbstätigen kleiner ist als der Dienstleistungssektor, trägt die Industrie stark zum Export und zur Wertschöpfung bei.


4. Landwirtschaft – klein, aber wichtig

Nur etwa 2–3 % der Erwerbstätigen arbeiten in Landwirtschaft und Forstwirtschaft:

  • Milch- und Fleischproduktion
  • Obst- und Gemüseanbau
  • Holz- und Forstwirtschaft

Besonderheit:
Die Landwirtschaft liefert nicht nur Nahrungsmittel, sondern prägt auch die Landschaft und den Tourismus.


5. Trends in der Erwerbsstruktur

  • Dienstleistungen nehmen weiter zu, besonders im Gesundheitswesen, IT- und Finanzsektor.
  • Industriearbeitsplätze bleiben stabil, aber der Anteil an der Gesamtbeschäftigung sinkt langfristig leicht.
  • Landwirtschaftliche Erwerbstätigkeit ist seit Jahrzehnten rückläufig, gleichzeitig steigt die Produktivität stark.
  • Teilzeitbeschäftigung und flexible Arbeitsmodelle nehmen in allen Sektoren zu, insbesondere bei Frauen.

6. Bedeutung der Erwerbsstruktur

Die Erwerbsstruktur zeigt, dass Österreich eine entwickelte Dienstleistungs- und Industriegesellschaft ist:

  • Stabilität durch Diversifikation
  • Hohe Innovationskraft durch Industrie und F&E-intensive Sektoren
  • Starker Dienstleistungsbereich sorgt für Beschäftigung und soziale Absicherung

Rückblick

Die Erwerbsstruktur Österreichs spiegelt den Wandel von einer agrarisch geprägten Gesellschaft hin zu einer industrialisieren und dienstleistungsstarken Volkswirtschaft wider. Dienstleistungen dominieren die Beschäftigung, Industrie liefert Export und Innovation, während die Landwirtschaft weiterhin für Versorgung und Landschaftspflege sorgt. Diese ausgewogene Struktur sorgt für Wirtschaftsstabilität, Wohlstand und Zukunftsfähigkeit.

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