Müllfrei im Bad: Der ultimative Guide für dein plastikfreies Badezimmer

Das Badezimmer ist oft der Ort im Haus, an dem sich Plastikmüll am schnellsten ansammelt. Von der Zahnpastatube bis zum Duschgelflacon – fast alles ist in Kunststoff gehüllt. Doch der Weg zum „Zero Waste“-Bad ist einfacher, als man denkt.

Hier ist ein ausführlicher Leitfaden, wie du dein Badezimmer Schritt für Schritt in eine plastikfreie Oase verwandelst.


Müllfrei im Bad: Der ultimative Guide für dein plastikfreies Badezimmer

Der Trend zu „Zero Waste“ ist weit mehr als nur ein kurzer Hype. Es ist eine bewusste Entscheidung für die Umwelt und oft auch für die eigene Gesundheit. Mikroplastik in Peelings oder hormonell wirksame Stoffe in Verpackungen sind im plastikfreien Bad kein Thema mehr.

1. Warum überhaupt im Badezimmer anfangen?

Das Badezimmer ist der perfekte Startpunkt für ein müllfreieres Leben. Warum? Weil die meisten Produkte dort eine kurze Lebensdauer haben und regelmäßig ersetzt werden müssen. Zudem gibt es für fast jedes herkömmliche Produkt mittlerweile eine hervorragende nachhaltige Alternative.

2. Die Bestandsaufnahme: Nichts verschwenden!

Bevor du nun losziehst und alles neu kaufst: Stopp. Der nachhaltigste Gegenstand ist der, den du bereits besitzt.

  • Brauche deine Vorräte erst auf.

  • Entsorge leere Verpackungen fachgerecht.

  • Ersetze Dinge erst dann, wenn sie wirklich leer oder kaputt sind.


3. Die großen Hebel: Zahnhygiene, Duschen & Haare

Zähneputzen ohne Plastikmüll

Herkömmliche Zahnbürsten bestehen meist aus Polypropylen und Nylon und landen nach drei Monaten im Müll.

  • Bambuszahnbürsten: Der Griff ist biologisch abbaubar. Achte darauf, den Kopf (mit den Borsten) vor dem Entsorgen abzubrechen, da die Borsten oft noch aus Nylon bestehen.

  • Zahnputztabletten: Statt der Plastiktube gibt es Tabletten in Glas- oder Papierverpackungen. Man zerkaut sie kurz und putzt dann wie gewohnt.

  • Zahnseide: Es gibt Varianten aus Seide oder Maisstärke, verpackt in kleinen Glasfläschchen statt in Plastikdosen.

Haarpflege: Fest statt Flüssig

Flüssigshampoo besteht zu etwa 80 % aus Wasser. Das bedeutet: Wir transportieren unnötiges Gewicht in Plastikflaschen durch die Gegend.

  • Festes Shampoo: Es sieht aus wie ein Stück Seife, ist aber konzentriertes Shampoo. Es schäumt hervorragend und ist extrem ergiebig.

  • Haarseife: Eine Alternative zum festen Shampoo, benötigt aber oft eine „saure Rinse“ (Wasser mit einem Schuss Apfelessig) nach der Wäsche, um Kalkrückstände zu entfernen.

  • Holzkämme & Bürsten mit Naturborsten: Sie sind langlebiger und schonender für die Kopfhaut als Plastikvarianten.

Körperpflege: Zurück zum Stück

Das klassische Duschgel in der Flasche lässt sich am einfachsten ersetzen:

  • Stückseife: Hochwertige, rückfettende Naturseifen reinigen sanft und kommen oft ganz ohne Verpackung aus.

  • Luffa-Schwamm: Anstelle von Plastik-Duschschwämmchen kannst du eine Luffa-Gurke verwenden. Sie ist 100 % pflanzlich und kompostierbar.


4. Die Rasur: Weg von den Einwegrasierern

Einwegrasierer und Systemrasierer mit Wechselköpfen sind teuer und produzieren Unmengen an Plastikschrott.

  • Der Rasierhobel: Die „Old School“-Variante ist heute wieder modern. Er besteht komplett aus Metall oder Holz. Nur die günstige Metallklinge wird gewechselt und recycelt.

  • Rasierseife: Statt Rasierschaum aus der Aludose nutzt man Rasierseife, die mit einem Pinsel aufgeschlagen wird.

5. Monatshygiene: Nachhaltig durch die Tage

Hier lässt sich massiv Müll einsparen. Herkömmliche Binden bestehen zu einem großen Teil aus Kunststoff.

  • Menstruationstassen: Sie halten bei guter Pflege viele Jahre.

  • Periodenunterwäsche: Waschbar, bequem und plastikfrei in der Anwendung.

  • Stoffbinden: Die wiederverwendbare Variante der klassischen Binde.


6. Dekorative Kosmetik & Abschminken

  • Waschbare Abschminkpads: Stoffpads aus Baumwolle oder Bambus ersetzen hunderte Einweg-Wattepads. Einfach im Wäschenetz mit in die Waschmaschine geben.

  • Naturkosmetik im Glas: Viele Marken setzen mittlerweile auf Tiegel aus Glas oder Lippenstifthülsen aus Pappe.

7. Reinigung des Badezimmers

Auch beim Putzen kannst du Plastik sparen.

  • Hausmittel: Essigessenz, Zitronensäure und Natron ersetzen fast jeden Spezialreiniger.

  • Putztabs: Es gibt Firmen, die Tabs anbieten, die man zu Hause in einer dauerhaft genutzten Sprühflasche mit Leitungswasser auflöst.


Fazit: Weniger ist mehr

Ein plastikfreies Badezimmer sieht nicht nur ästhetischer aus (keine bunten Plastikflaschen mehr!), sondern schont auch deinen Geldbeutel, da viele Produkte (wie der Rasierhobel oder die Menstruationstasse) langfristig viel günstiger sind.

Fange klein an. Ersetze heute deine Zahnbürste und morgen dein Duschgel. Jeder Schritt zählt!


Wie gefällt dir dieser Entwurf? Soll ich einen bestimmten Bereich – zum Beispiel Rezepte zum Selbermachen von Kosmetik (DIY) – noch detaillierter ausarbeiten, um auf die volle Wortzahl zu kommen?

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