Beim Qualitätskontrolle und Qualitätsmanagement geht es um die Qualitätssicherung in einem Unternehmen. Diese betrifft alle möglichen Bereiche, wie zum Beispiel die Fertigung und deren verschiedene Abläufe, wie die angewandten Materialien oder Prozesse oder auch den Service. Das Qualitätsmanagement hat das Ziel Bereiche im Unternehmen miteinander zu kombinieren und zu verbessern, um zum einen effizienter arbeiten zu können, als auch Kosten auf Dauer zu sparen.

 

Was sind die Aufgaben des Qualitätsmanagements?

Das Qualitätsmanagement ist eine wichtige Schnittstelle im Unternehmen, bei der viele der einzelnen Bereiche im Unternehmen zusammentreffen um Abläufe u.A. zu beschleunigen.

 

Fach- und Führungskräfte im Qualitätsmanagement müssen nicht nur die Prozesse bei der Fertigung stets kontrollieren (z.B. Planung, Materialbeschaffung, Konstruktion und Produktion…), sondern auch die Abläufe außerhalb der Produktion (z.B. Marketing, Produktmanagement und die Logistik), um Möglichkeiten auszuarbeiten, diese einzelnen Bereiche zu harmonieren. Deshalb hat das Qualitätsmanagement auch verschiedene Arbeitsbereiche und dementsprechend unterschiedliche Aufgaben.

 

Aufgaben in der Fertigung:

  • Entwickeln von Qualitätssystemen, die überall im Unternehmen genutzt werden können
  • Überwachung und Kontrolle der Produktionsprozesse im Unternehmen, mit Fokus auf die Einhaltung offizieller Normen wie z.B. ISO, VDA etc.
  • Erstellung und regelmäßige Aktualisierungen eines Leitfadens, um die Qualitätswerte im Unternehmen für alle Mitarbeiter offen festzulegen
  • Erfassen von z.B. Produktionsfehlern, um diese korrigieren und vermeiden zu können
  • Kostenkontrolle im Unternehmen
  • Geeignetes Einsetzen von Qualitätstechniken in Fertigungsprozessen wie Six Sigma, FMEA, SPC etc.
  • Festlegen von Zielen eines Unternehmens für die Zukunft, sowie die Vorausplanung dieser Ziele (bestenfalls Null-Fehler-Quote)

 

Aufgaben in der Materialprüfung:

  • Prüfung bei Ankunft der Waren/Vorräte und deren Zustand
  • Analyse des Materials mit Schwerpunkt auf Funktion und mögliche Qualitätsverluste, die z.B. durch den Versand entstanden sind
  • Auswertung und Aufzeichnen durch Prüfberichte
  • Ausarbeiten von Strategien im Bereich Materialprüfung
  • Digitalisierung in Datenbanken
  • Werkstofftechnische Beratung

 

Aufgaben der Beratung:

  • Feststellung der Qualitätsansprüche des Unternehmen, sowie der nationalen und internationalen Kunden
  • Verantwortung und Unterstützung bei Kundenreklamation
  • Gewährleistung der Zusammenarbeit zwischen einzelnen Unternehmensbereichen
  • Schulung neuer Mitarbeiter
  • Durchgehende Beratungsstelle zu Fragen bzgl. Qualität, Verkaufsprozesse und Problemen
  • Bewerten von Entscheidungen im Unternehmen, wie z.B. die Wahl und Bewertung von Zulieferern

 

Karriere im Qualitätsmanagements

Wer in den Bereich des Qualitätsmanagements einsteigen will, hat gute Chancen, wenn er einen Ingenieurabschluss erreicht hat. Es ist nicht sehr wichtig, ob man seinen Abschluss an einer Fachhochschule oder einer Universität gemacht hat – mit Ausnahme von promovierten Ingenieuren, dies ist so, da Unternehmen sich deren Gehalt selten bezahlen können oder möchten. Auch ohne akademischen Abschluss hat man durch Weiterbildungen die Möglichkeiten in Bereichen des Qualitätsmanagements bzw. der Qualitätssicherung zu arbeiten z.B. als Qualitätsfachingenieur.

 

Einstieg

Welches Studium wird gefordert?

Das Studienfach” gibt es im Bereich Qualitätsmanagement nicht – in Stellenanzeigen ist der Studiengang oft relativ offen angegeben, falls jedoch explizit nach Studienfächern gefragt wird, sind Studiengänge wie Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen aber auch Naturwissenschaften, wie Physik gern gesehen. Jedoch zeigt sich, dass weniger das Studienfach wichtig ist, sondern viel mehr die Berufserfahrung, sowie vor allem die Soft-Skills eines Mitarbeiters.

 

Soft-Skills

Beispiele für Soft-Skills sind:

  • Engagement
  • Teamfähigkeit
  • Eigeninitiative
  • Kommunikationsfähigkeit

 

Teamfähigkeit ist extrem wichtig, da man im Qualitätsmanagement nicht nur im Team arbeiten können muss, sondern auch das Team zusammenbringen muss, damit Abläufe im Unternehmen reibungslos funktionieren können.

 

EDV- und Sprachkenntnisse

Arbeiten am Computer ist im Qualitätsmanagement wichtig, sowie das Beherrschen von Programmen wie SAP R/3 und von MS-Office – durch Programme wie die genannten, ist es möglich alle Informationen zu den verschiedenen Bereichen zu beobachten, übersichtlich darzustellen und aktuell zu halten.

Bezüglich Sprachen ist Englisch selbstverständlich gefordert, um mit Kunden, Lieferern und internationalen Mitarbeitern ohne Kommunikationsschwierigkeiten kommunizieren zu können. Weitere erwünschte Sprachen, die jedoch nicht immer zwingend erforderlich sind, sind Französisch, Spanisch aber auch Chinesisch.

 

Berufspraxis

Fast immer wird in Stellenanzeigen nach Mitarbeitern mit mehrjähriger Berufserfahrung gesucht, die bereits in dem Bereich gearbeitet haben und in den Jahren bestenfalls auch in eine höhere Hierarchieebene aufgestiegen sind. Durch die Berufserfahrung möchten Unternehmen sicherstellen, dass Facharbeiter im Bereich Qualitätsmanagement Erfahrungen mit Maschinen, Systemen oder auch Qualitätsnormen besitzen und ggf. Zusatzausbildungen vorzeigen können – jedoch auch die nötigen Soft-Skills besitzen, mit Mitarbeitern im Unternehmen Probleme anzusprechen und mit ihnen effizient zu arbeiten. Es ist auch oft wichtig, in welcher Branche man zuvor gearbeitet hat, bestenfalls bleibt man innerhalb einer Branche, damit man seine gesammelten Kenntnisse unter Beweis stellen kann und sich in seinem Job im Qualitätsmanagement wohl fühlt.