Als Energiewende wird der Übergang von der nicht-nachhaltigen Nutzung von fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie zu einer nachhaltigen Energieversorgung mit hilfe der erneuerbaren Energien bezeichnet. Diese sind Solaranlagen, Windkraftparks, Wasserkraftwerke oder Geothermie-Anlagen. Es ist eines der größten Innovationsprojekt in Deutschland seit Ende des Zweiten Weltkrieges.

Die Lösung des globalen Energieproblems gilt sowieso als zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts.

Ziele

Das Ziel der Energiewende ist ganz klar, von den nicht erneuerbaren auf die regenerativen Energiequellen umzusteigen und dies so schnell wie möglich zu
erreichen. Um das Energiekonzept umzusetzen, sollen die erneuerbaren Energien sowie die Stromnetze ausgebaut und die Energieeffizienz gesteigert werden.

Energiewende

Bis 2025 sollen 40 bis 45 Prozent und bis 2050 mindestens 80 Prozent unserer Energie aus regenerativen Quellen kommen. Erneuerbare Energien sind somit unsere wichtigste Stromquelle. Jedoch sieht es aktuell gar nicht gut aus, da die Bundesrepublik nicht im Zeitplan liegt.

Ein weiteres Ziel dieser Maßnahmen ist auch die allgemeine Reduzierung der Treibhausgase.

Chancen für Märkte und Arbeitsuchende

Die Energiewende öffnet unter anderem neue und wichtige Geschäftsfelder. Die Entstehung neuer Weltmärkte und auch zahlreicher Arbeitsplätze ist ein Beispiel für den Umgang mit erneuerbaren Energien.

Umsetzung

Solarplatten

Nun haben wir eine Definition der Energiewende, doch wie sieht sie konkret in der Praxis aus? Damit sich Deutschland zunehmend mit erneuerbaren Energien versorgen kann, muss das gesamte Energiesystem umgestaltet werden. Neue Kraftwerke müssen gebaut, sinnvoll miteinander verbunden und auf den jeweiligen Energiebedarf angepasst werden. Neue Stromnetze und Speichertechnologien müssen entwickelt und eingesetzt werden.

Stromnetzausbau

Eine der Maßnahmen ist der Ausbau der erneuerbaren Energien mit dem Stromnetzausbau. In Zukunft muss Strom in Deutschland verlustarm über weite Strecken transportiert werden, wie z. B. von den Windparks im Norden in die Verbrauchszentren im Süden und Westen. Dazu wird deutschlandweit ein so genanntes Overlay-Netz errichtet, also Stromautobahnen, die letztendlich auch europäisch vernetzt werden.

Energiespeicher

Damit das Stromversorgungssystem flexibel reagieren kann, muss es die Schwankungen der Energiequellen Wind und Sonne ausgleichen können. Wird beispielsweise mehr Energie erzeugt als das diese verbraucht wird, soll sie für die Zeit, in der kein Wind weht und keine Sonne scheint, gespeichert werden.

Intelligente Netze

Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien geht auch ein Wechsel von zentralen zu dezentralen Stromerzeugungsnetzen mit kleineren Photovoltaik- oder Biogasanlagen. Die Folge ist eine viel komplexere Versorgungsstruktur. Ausgleichen sollen das vermehrt intelligente Netze, so genannte Smart Grids, die Stromerzeuger, Speicher, Verbraucher und das Stromnetz mit modernsten Techniken steuern und miteinander verbinden.

Welche Vorteile bringt die Energiewende?

Wie oben schon erwähnt stellt die Energiewende neue Chancen und Möglichkeiten dar, wie die neuen Arbeitsplätze und Weltmärkte. Doch gibt es noch weitere? Die Antwort darauf ist ganz klar. Ja, die gibt es.

 

  • Erneuerbare Energien sind umweltfreundlich

Die fossilen und nuklearen Stromerzeugungsarten verursachen enorme Umweltschäden. Jeder kennt sie: Abgase, nukleare Abfälle und CO2 Ausstöße. Doch nicht so die erneuerbaren Energien. Da diese bei der Produktion weder Co2 ausstoßen, noch auf irgendeine andere Weise Schadstoffe aus der Stromproduktion hervorgeht, kann das Klima und auch die Umwelt enorm geschont werden.

  • Erneuerbare Energien sind innerhalb des Landes vorrätig

Die Öl- und Kohlereserven brauchen sich langsam auf. Prognosen besagen, dass die Reserven die gesamte Energieversorgung nur noch wenige Jahre ganz abdecken könnten. Je knapper die Rohstoffe werden, desto teurer wird natürlich auch ihr Einkaufspreis. Da die Rohstoffe zudem aus dem Ausland stammen und dort eingekauft werden, sind Verbraucher in Deutschland stets von den Lieferungen aus anderen Ländern abhängig. Erneuerbare Energiequellen sind in Deutschland jedoch reichlich vorhanden, so dass der Strom direkt in der regionalen Umgebung produziert werden kann.

  • Erneuerbare Energien sind unerschöpflich

Im Gegensatz zu fossilen Rohstoffen sind erneuerbare Energien unendlich vorhanden. Auch wenn zunächst in den Ausbau von Solar, Wasser und Windanlagen investiert werden muss, so kann später jeder Verbraucher von den regenerativen Energien profitieren. Warum denn profitieren? Ist das System erst einmal ausgebaut und erprobt, wird der Preis für Ökostrom günstiger, da niemand den Preis für Sonneneinstrahlung anheben kann und somit sind eigentlich keine Preissteigerungen für regenerative Energien zu erwarten.